REVIER-INFO
Bootsfahren ist in Holland Lebensgefühl
Windmühlen vor den Stadttoren, als würden sie Ankommenden den Weg zeigen, prägen das Landschaftsbild Hollands. Unzählige Teiche, Seen, Bäche und vor allem Kanäle in alle Richtungen schlängeln sich durch das Land der Niederländer und bilden ein großartiges, verzweigtes Werk wie aus Spitze. Wer hier auf dem Wasser unterwegs ist – ob auf einem Hausboot oder einem Motorboot, wird schon bald feststellen, dass Bootsfahren in den Niederlanden ein Lebensgefühl ist. Bunte Blumenfelder sowie anmutige Stadthäuschen begleiten Besucher auf ihrer Reise und die Gastfreundlichkeit der Niederländer lassen den Urlaub zu einem einmaligen Erlebnis werden. Chartern könnt ihr von unseren Basen Lemmer und Lelystad am IJsselmeer. Darüber hinaus arbeiten wir mit einer Reihe von holländischen Vercharterern zusammen, so dass wir euch auch in anderen Landesteilen ein Schiff organisieren können.

TÖRNVORSCHLAG
Friesland: Relaxtes Segeln in Kanälen und Seen
Der Reiz der niederländischen Reviere liegt in ihrer Gegensätzlichkeit: Das verlockende an den Binnengewässern ist das Segeln inmitten schöner Landschaft, an der Küste reizt das Segeln im Strom der Gezeiten. Das gilt ganz besonders auch für Friesland. Wie schier unendlich Frieslands Gewebe aus Flüssen, Kanälen, Seen, Teichen und Tümpeln ist, zeigen die Schlittschuhläufer, wenn das Wasser im Winter tief genug friert: Bei der legendären Elf-Städte-Tour legen Friesen auf Schlittschuhen einen Marathon von 200 Kilometern zurück. Ginge es nicht über das Menschenmögliche hinaus, könnte die Strecke auch doppelt oder dreimal so lang sein. Alles eingebettet in diese fast unendlich flache Landschaft. WEITER>>

RECHT
Wo geht`s ohne Führerschein?
Die meisten Binnengewässer Hollands dürfen auch ohne Bootsführerschein befahren werden. Das gilt für Segel- und Motorboote, die eine gewisse Größe nicht überschreiten. Im Detail bedeutet das: Auf niederländischen Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen besteht Führerscheinpflicht für Boote mit einer Gesamtlänge von 15 m und mehr, sowie für Motorboote mit einer Länge von weniger als 15 m, die eine Geschwindigkeit von 20 km/h und mehr erreichen können. Der deutsche SBF Binnen (ausgestellt nach dem 1.1.1989) und das Sportschifferzeugnis werden auf holländischen Binnengewässern anerkannt. Der SBF See (ausgestellt nach dem 1.1.1974) ist auf allen holländischen Gewässern anerkannt. Für folgende Gewäser ist ein SBF See erforderlich: Ijsselmeer, Westerschelde, Oosterschelde, Waddenzee, Ems und Dollard, Markermeer, Ijmeer.
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REVIER-INFO
IJsselmeer: Familienfreundlich und gemütlich - außer bei Sturm
Das IJsselmeer, die ehemalige „Zuidersee“, ist nur durch den 30 km langen Abschlussdeich von der Nordsee getrennt. Damit ist es jedoch ein abgeschlossener Binnensee. Mit 60 km Länge und ca 20 km Breite ist er in etwa so groß wie der Bodensee. Er ist überall sehr flach: die Wassertiefe beträgt lediglich 4,5 bis 6 Meter. Im Süden, zwischen Enkhuizen und Lelystad, gibt es einen weiteren Damm. Er trennt das IJsselmeer in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Letzterer wird auch Markermeer genannt. Auch hier befinden sich, wie beim Abschlussdeich, an beiden Enden Schleusen. WEITER>>

GESCHICHTE
Das IJsselmeer im Laufe der Jahrhunderte
Das IJsselmeer bezeichnen viele als das Herz der Niederlande. Rund herum liegen viele historische Hafenstädtchen, Monumente des Wasserbaus und weltbekannte Museen. Bei jeder Windrichtung kann man zu einem neuen, interessanten Ort segeln. Das Almere, so die altertümliche Bezeichnung dieser Gegend, war im 7.Jahrhundert ein verkehrsreicher Knotenpunkt für den friesischen Handel zwischen England, Frankreich, Deutschland und dem Ostseegebiet. Im 13.Jahrhundert erhielt es einen neuen Namen: Ab sofort sprach man von der Zuidersee. Es wimmelte nur so von Schiffen. Die gesunkenen fand man teilweise wieder, als die IJsselmeerpolder trockenfielen. Im 16. und 17.Jahrhundert erlebte der holländische Seehandel das Goldene Jahrhundert. Hoorn, Enkhuizen und Amsterdam sandten ihre Handelsschiffe über die ganze Welt aus und hinterließen Kap Hoorn und Neu-Amsterdam als Visitenkarte. WEITER>>

TÖRNBERICHT
Über die friesischen Meere
Über das Ijsselmeer vor der Ausfahrt von Stavoren Buitenhaven fegen harte Böen – „da draußen sind neuneinhalb“, sagt trocken unser Vercharterer. Hier in der Marina Stavoren, die binnen liegt, messen wir immer noch gute sechs Windstärken in der Abdeckung. Wir haben ein Acht-Meter-Boot gechartert, zum ersten Mal wollen wir nur zu zweit segeln. Aber der Hack jetzt da draußen, der ist mir von früheren Törns bekannt. Ich bin mehr als 1000 Seemeilen hier gesegelt und kenne die kurzen steilen Wellen von Windstärken zwischen fünf und zehn. Das muss nicht sein. Wenn es so weht, sollte man besser „binnen“ segeln gehen und über die Kanäle und Friesischen Seen motoren. WEITER>>
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