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NATUR PUR: Kein Hochhaus-Hotel verschandelt die Inselsilhouette |
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YACHTCHARTER BRETAGNE: INSEL-TIPP
Belle Ile: Perle der Südbretagne
Aus dem Blickwinkel des Fahrtenseglers trägt Belle
Ile - die Schöne Insel - ihren Namen nicht ohne Grund: Die beiden Häfen Le Palais und Sauzon haben auch heute ihre Ursprünglichkeit als ehemalige Fischerhäfen behalten.
Die Investoren des Wassersporttourismus, die von Brest bis La Rochelle die Festlandsküste mit immer mehr Supermarinas bestücken, konnten sich in diesem Kleinod nicht festbeißen. Zu eigensinnig sind die Inselbewohner, und zu eng die riffgesäumten Buchten, als dass sich hier Geschäfte mit Schwimmstegen samt fließend Wasser und Elektroanschluss machen ließen.
Gut zwei Dutzend Mooringtonnen im Vorhafen, blanke Kaimauern hinter dem Siel und eher bescheidene Duscheinrichtungen sind der einzige Komfort für Boot und Mannschaft. Als Entschädigung präsentiert sich die Insel umwelt- und traditionsbewusst: Statt stinkender Blechlawinen surren Elektroautos durch die schmalen Gassen des Hafens, statt dröhnender Diskomusik klingt bretonische Folklore aus den Kneipentüren, kein Hochhaushotel verschandelt die Inselsilhouette und nirgends sonst treffen sich an den Sommerwochenenden so viele bretonische Traditionssegler wie die alten "Thonieres", "Sardiniers" und "Bisquines".
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| SAUZON: Der Fischerhafen hat seine Ursprünglichkeit bewahren können |
Da passiert es leicht, dass man urplötzlich selbst im Rhythmus von Bombarde und großer Trommel im Schulterschluss einen Rundtanz auf das Pflaster stampft, aus Emaillebechern Fischsuppe schlürft, die von den Fischern in riesigen Eisentöpfen auf Holzkohle am Quai geköchelt wird, und danach übernächtigt anderntags die Tide zur Abfahrt verpasst. "Fait rien" (macht nichts). Man bleibt noch einen Tag und trifft sich bei frischen Croissants und Milchkaffee zum Frühstück mit den Kumpels vom Vortag in den kleinen Hafenbars.
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