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AUSBLICK: Ein Spaziergang auf die alte Burg lohnt |
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YACHTCHARTER GRIECHENLAND: INSEL-TIPP
Lesbos: Insel der Poesie
Fernab der touristischen Hauptrouten liegt die ostägäische Insel Lesbos. Lesbos gilt als die Insel der Poesie, weil hier die berühmteste Dichterin der Antike gelebt hat - Sappho. Lesbos ist nach Kreta und Euböa die drittgrößte griechische Insel. Nur im Norden der Insel gibt es einen regen Tourismus. Petra und Molyvos bilden das Zentrum dieser Region.
Das kleine Küstenörtchen Petra hat eine gewisse Berühmtheit erlangt, weil hier vor fast 20 Jahren die erste Frauenkooperative Griechenlands gegründet wurde. Findige Journalisten dachten bei der Frauenkooperative an feministische Ideale und lesbische Liebe. Doch das hat mit der Realität nichts zu tun. Die Landfrauen haben sich allein aus wirtschaftlichen Gründen zusammen geschlossen; sie wollten finanziell unabhängig werden.
Die Frauen betreiben ein kleines Restaurant unmittelbar am Meer. Das Essen ist uneingeschränkt zu empfehlen. Selbstverständlich verwenden die Frauen nur das heimische Olivenöl, das von der Männerkooperative im Ort hergestellt wird. Das Olivenöl von Lesbos stand bisher im Schatten des weit bekannteren aus Kreta. Dabei gilt gerade das Öl aus Lesbos als besonders gut verdaulich. Auch ist es im Geschmack wesentlich leichter als das etwas schwere kretische Öl. In dem geschmackvoll eingerichteten Laden der Männerkooperative kann man relativ günstig kulinarische Souvenirs kaufen.
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| MOLIVOS: Eine ganze Stadt unter Denkmalschutz |
Von Petra sind es nur wenige Kilometer nach Molyvos. Das uralte, pittoreske Städtchen steht komplett unter Denkmalschutz. In dem Gewirr der alten Gässchen finden sich Dutzende Händler und noch mehr Restaurants. Auch die Touristenströme der letzten Jahre haben dem Ort nur wenig von seinem Charme nehmen können. Allerdings empfiehlt es sich Molyvos außerhalb der Hauptsaison aufzusuchen.
Die größte Touristenattraktion auf Lesbos ist aber der versteinerte Wald. Ein gigantischer Vulkanausbruch soll hier die Bäume vor vier bis sechs Millionen Jahren unter sich begraben haben. Einige gewaltige Stümpfe ragen auch heute noch in die Höhe. Die meisten sind aber über die Jahrtausende umgestürzt. Ihnen allen gemeinsam ist ein intensives Farbenspiel. Sie leuchten in rot, rosa und braun. Einige Exemplare schimmern sogar blau, grau und schwarz. Wer heute die große, wüstenähnliche Fläche betrachtet, kann sich kaum vorstellen, dass hier früher einmal üppig-grüne Wälder standen, die man mit denen amerikanischer Nationalparks vergleichen konnte.
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