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EXTREME KONTRASTE: Der Norden ist üppig grün, der Süden ist wüstenähnlich karg |
YACHTCHARTER KANAREN: INSEL-TIPP
Teneriffa: Insel der großen Gegensätze
Man kann auf einer vierspurigen Autobahn in die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife fahren und modernes Großstadtleben bestaunen. Nur zwei Stunden weiter bis zum Teno-Gebirge und man hat das Gefühl, nahezu alleine auf einer einsamen Insel zu sein.
Auch die Landschaft weist Extreme auf: Der Norden ist üppig-grün, während der Süden wüstenähnlich karg ist. Das hat einen einfachen Grund: Bei üblicher Nordostwetterlage erfreut man sich im Südwesten herrlichen Sonnenscheins, während im Nordosten dicke Wolken über der Insel hängen und sogar für Niederschläge sorgen. Entsprechend dürr ist es im Südwesten der Insel, während im Nordosten die bunte Pflanzenwelt gedeiht. Teneriffa heißt in der Sprache der guanchischen Urbevölkerung soviel wie schneebedeckter Berg. Damit ist der Pico de Teide gemeint, der als höchster Berg Teneriffas, der Kanaren und sogar ganz Spaniens 3718 m in den Himmel ragt. Teneriffa ist eine Insel der großen Gegensätze. Man kann morgens noch schwitzend an einem der vielen Strände in der Sonne liegen, während man mittags in 3000 m Höhe friert und den schneebedeckten Teide bewundert.
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| TOLL ZUM WANDERN: Nationalpark Las Canadas del Teide |
Heute ist Teneriffa eine große Insel mit einem gigantischen Vulkan in der Mitte. Man könnte meinen, der riesige Vulkan namens Teide hätte die Insel in einer gewaltigen Eruption aus dem Meeresboden gehoben. Dem war aber nicht so: Vor Millionen von Jahren waren an der Stelle des heutigen Teneriffas drei kleine Inseln zu sehen: Das Teno-Gebirge im Nordwesten der Insel, das Anaga-Gebirge im Nordosten sowie die Südspitze waren drei separate Inseln. Vor zwei Millionen Jahren fügte ein gewaltiger Vulkan-Ausbruch die drei Inseln zusammen. Die Cañadas del Teide, dem heutigen Nationalpark mit dem Teide in der Mitte, entstanden.
Der Teide selbst ist noch relativ jung: Erst vor 500.000 Jahren entstand bei einer großen Eruption der Ur-Teide, der bereits über 3000 m hoch war. Vor ca. 170.000 Jahren rutschte dieser jedoch bei einem gewaltigen Felssturz an der Nordseite der Insel ins Meer und löste einen ungeheuren Tsunami (Flutwelle) aus. Erst nach dieser heftigen Naturkatastrophe entstand der heutige Teide nach und nach. In unzähligen Ausbruchen arbeitete er sich Schicht für Schicht bis auf 3718 m hoch.
Teneriffa besitzt mehrere Marinas: Santa Cruz (243 Liegeplätze), Radazul (100), Los Cristianos (80), Puerto Colón (346) und Los Gigantes (372 Liegeplätze). Die Anreise erfolgt über einen der beiden Flughäfen der Insel, Los Rodeos im Norden oder Renia Sofia im Süden.
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