Die Touristen-Kost kann man in Portugal getrost links liegen lassen. Überall gibt es Restaurants für heimische Küche, je weiter von der Hauptstraße entfernt, desto besser. Meeresfrüchte spielen eine große Rolle. Suppen, die oft eher Eintopfgerichten gleichen, werden als Hauptmahlzeit serviert. Typische portugiesische Gerichte sind z.B. Sopa de Marisco (Suppe aus Schalentieren mit Wein), Caldo Verde (grüne Suppe aus feingeschnittenem Grünkohl), Bacalhau (getrockneter Kabeljau, der zu über 100 verschiedenen Gerichten verarbeitet wird), Caldeirada (ein Fischeintopf aus neun verschiedenen Fischen, Zwiebeln und Tomaten) oder Carne de Porco a Alentejana (gebratenes Schweinefleisch mit einer Soße aus Muscheln, Tomaten und Zwiebeln). An der Küste wie im Hinterland sehr beliebt ist das pikante Hähnchen "piri-piri". Typische Nachspeisen sind Arroz Doce (Milchreis), Flan (Karamelpudding), Madeira-Pudding und Nuvens (Vanillepudding).
Die Römer bescherten der Algarve den Weinbau. Er wird vor allem um Lagôa betrieben. Die bekanntesten Weine sind Dão und Serradayres (rot), Bucelas und Colares (weiß) sowie Vinho Verde (junger Wein, weiß oder rot). Mit Hilfe eines raffinierten Bewässerungssystems bauten schon die Mauren Apfelsinen und Melonen an.
Zur abschließenden bica, dem kleinen, schwarzen, sehr starken Kaffee, schmeckt ein amêndoa amarga (bitterer Mandellikör) oder ein medronho (Schnaps aus der Frucht des Erdbeerbaums). Wer Tee bevorzugt, sollte eine Carioca de Limão probieren. Er wird aus Zitronenschalen zubereitet, schmeckt sehr aromatisch und überhaupt nicht sauer.
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