Äolische Inseln Yachtcharter: Vulcano - Die Vulkaninsel ist bekannt für ihre heißen Quellen und SchwefelbäderÄolische Inseln Yachtcharter: Vulcano - Die Vulkaninsel ist bekannt für ihre heißen Quellen und Schwefelbäder

Yachtcharter Sizilien: Törnbericht

Sieben Schönheiten nördlich von Sizilien

Das Segelrevier vor Kalabrien, die faszinierende Inselwelt der Isole Eolie, ist ein absolutes Muss für Segelliebhaber und Italienfans. Die Inselgruppe der "Sieben Schönheiten", wie die Einheimischen dieses kleine Archipel nördlich von Sizilien nennen, gehört zu den Geheimtipps unter Seglern und ist noch relativ unbekannt. Das jedoch zu unrecht, denn das Mar Tirreno ist eines der schönsten Segelreviere der Welt und die Inseln um das größte Eiland Lipari herum sind absolute Traumziele.

Die entspannende Einfachheit und Ruhe auf Alicudi und die üppige Natur auf Salina einerseits, der mondäne Lifestyle auf Panarea und das historische Lipari andererseits zeigen nur einen Teil der aufregenden Vielfalt dieser Inselgruppe. Die Liparischen Inseln, oder auch Äolischen Inseln, sind allesamt vulkanischen Ursprungs und liegen in bequemer Reichweite, sowohl untereinander als auch vom Festland Kalabriens (ca. 40 Seemeilen vor der Küste Tropeas). Zeugnisse des vulkanischen Wesens der Inseln sind u.a. die heißen Quellen und Schlammbäder von Vulcano, sowie die farbigen Eruptionen auf Stromboli. Dort raucht es auch heute noch ganz ordentlich und der heiße Lavastrom fließt direkt ins Meer. Dieses Naturschauspiel von Bord aus bei Sonnenuntergang zu beobachten, war ein besonderes Highlight dieses Törns. Doch ich greife voraus.
Ausgangspunkt unseres einwöchigen Segeltörns war der Hafen von Tropea, einem malerischen Städtchen an der Küste Kalabriens. Die erste Segeletappe führte uns nach Stromboli, einem der wenigen aktiven Vulkane Europas. Alle 20 Minuten rollt hier glühende Lava über die "sciara del fuoco" hinab in Richtung Meer. Ein einmaliges Naturschauspiel. Auf Stromboli angekommen, haben wir dann eine geführte Wanderung zum Krater des Vulkans unternommen. Der Blick in den ständig aktiven, „lebendigen“ Krater verlieh uns eine Gänsehaut. Am Nachmittag ging`s dann zurück nach Tropea, von wo aus wir am nächsten Morgen endgültig „in See gestochen“ sind.
Vor dem Riff von Filicudi haben wir einen ersten Stopp zum Schwimmen und Schnorcheln eingelegt. Danach ging´s weiter nach Alicudi, das mit seiner intakten Vegetation und ein paar Dutzend winzigen Häusern, die um die kleine Kirche San Bartolo herum an die steilen Hänge gebaut sind, sehr idyllisch wirkt. Am Abend Fahrt sind wir dann in Richtung Salina aufgebrochen, unsere erste Nachtfahrt.

Äolische Inseln: Salina - Fast die gesamte Insel ist NationalparkÄolische Inseln: Salina - Fast die gesamte Insel ist Nationalpark

Salina, die zweitgrößte der Äolischen Inseln, erinnert mit ihren zwei erloschenen Vulkangipfeln, die ihre tiefgrünen Kegel in das Blau des Himmels strecken, an ein Kamel. Wunderbar ist ihre üppige Vegetation: fast die gesamte Insel ist heute ein Nationalpark. Berühmt ist Salina auch für die hier angebauten deliziösen Kapern und Malvasierweintrauben, die hier schmackhafter gedeihen als irgendwo anders auf der Welt.
Am nächsten Tag stand uns eine gemütliche Segeletappe bevor. Wir wollten nach Lipari. Diese ist die größte der sieben Inseln und bietet neben einer vielfältigen Landschaft auch Funde, die von ihrer 5000-jährigen Geschichte erzählen. Dort angekommen, haben wir natürlich pflichtschuldigst das ein oder andere archäologische Relikt besichtigt. Anschließend haben wir uns mit einem Bad in den Thermen von San Calogero belohnt, die mit der ältesten Saunaanlage der Welt aufwarten.
Am nächsten Morgen sind wir früh aufgebrochen nach Vulcano, der Heimat von zahlreichen heißen Quellen und Schwefelbädern. Dieser kleine, nur 21 Quadratkilometer umfassende, tiefschwarze Vulkanfels wurde von Guy de Maupasant als "fantastische Schwefelblume, die mitten aus dem Meer erblüht" bezeichnet. Dort haben wir eine tolle Wanderung durch die Macchia zum Krater unternommen. Ein Teil unserer Crew wollten war allerdings zu faul, um zu wandern. Sie gönnten sich lieber ein Bad in heißem, heilsamem Schwefelschlamm. Am Abend ging es in Richtung Panarea. Dort gibt es ein richtiges Nachtleben, was wir natürlich voll ausgekostet haben.
Panarea ist mit 3,4 Quadratkilometern das kleinste Eiland dieses Archipels. Es gilt als das Sommerrefugium von Italiens Geldadel. An seine sattgrünen Hänge schmiegen sich luxuriöse Villen und im Hafen schaukeln beeindruckende Yachten Mast an Mast. Am "Capo Milazzese" befinden sich die Reste einer Bronzezeitsiedlung. Am frühen Abend mussten wir uns dann leider schon wieder auf den Rückweg nach Tropea machen. Braungebrannt, glücklich und voller neuer Eindrücke beendeten wir diese Segelwoche. Ach, wie gerne würden wir gleich wieder in See stechen!


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