Spanien Yachtcharter: Pueblos Blancos - Charakteristisch weiße Dörfer in HanglageSpanien Yachtcharter: Pueblos Blancos - Charakteristisch weiße Dörfer in Hanglage

Yachtcharter Spanien: Küstenabschnitte

Von der wilden Küste bis zur Küste des Lichts

Spanien besitzt 1700 Kilometer Mittelmeerküste, die in fünf Abschnitte unterteilt ist. Dazu kommen im Süden nochmal 180 Kilometer andalusische Atlantikküste. Jedes Gebiet hat seinen besonderen Charakter, was seine Bewohner mit so klangvollen und vielversprechenden Namen wie "Küste der Orangenblüte", "Goldene Küste", "Küste des Lichts“, "Weiße Küste“, "Sonnenküste" und "Wilde Küste“ zum Ausdruck bringen.

Costa Brava: Die knapp 80 SM lange „Wilde Küste“ ganz im Norden ist eine Steilküste mit unzähligen kleinen Buchten, Strände und Landzungen, die durch bizarre Fels- und Gebirgsvorsprünge gebildet werden. Sie wurde früh vom Massentourismus entdeckt und ist zum Teil mit wuchernden Freizeitzentren wie Lloret und Roses verbaut. Dennoch gibt es nach wie vor schwer zugängliche Felsbuchten und idyllische Winkel, für die der Name „wilde Küste“ noch zutrifft. Ein Beispiel ist das Cabo Creus, nur wenige Seemeilen von der französischen Grenze entfernt, wo sich eine – nur per Boot zu erreichende - Bucht an die andere reiht.
Wer meint, ein Landgang an der Costa Brava lohne sich nicht, der hat nur den Massentourismus an der Küste gesehen. Davon darf man sich nicht abschrecken lassen, denn das Hinterland mit seinen mittelalterlichen Klöstern, seinen stolzen Burgen und malerischen Dörfer ist wunderschön. Lohnenswert ist z.B. die Hauptstadt Girona mit ihrem gut erhaltenen historischen Zentrum, sowie Figueres: Im Teatre-Museu Dalí findet sich neben einem repräsentativen Querschnitt durch das Werk Salvador Dalís auch das Grab des exzentrischen Surrealisten.
Costa Dorada: Die „Goldene Küste“ ist mit ihren Dörfern und Städtchen am Meer ein Gebiet mit tiefverwurzelter Fischertradition. Entlang der 120 SM reiht sich ein langer, feinkörniger, sanft abfallender Sandstrand an den nächsten. Zwischen Meer und Gebirgskette eingebettet liegen weite Gebiete mit ruhigen Dörfern und bebauten Felder, auf denen sich Weinstöcke, Olivenhaine und Johannisbrotbäume mit Haselnussträuchern, Mandelbäumen und Obst- und Gemüseanbau abwechseln. In Barcelona, der brodelnden Hauptstadt Kataloniens, sollte man unbedingt einen Zwischenstop einplanen.
Costa del Azahar: Der Name „Küste der Orangenblüte" ist nicht zufällig gewählt: Die grünen Ebenen entlang der Küste sind durchweg mit Orangenhainen bepflanzt. Sie bietet viel Abwechslung zwischen felsigen Klippen und kleinen Buchten. Wer gerne taucht oder schnorchelt, findet hier einige gute Stellen. In den größeren Orten entlang der Küste dominiert natürlich der Massentourismus, wie zum Beispiel im Badeort Peniscola. Im Hinterland allerdings ist die Landschaft herb und wild. Dort gibt es Gegenden voller Geschichte und Baudenkmäler, mit herrlichen Landschaften, die glücklicherweise nicht vom Menschen verändert wurden und heute wohl noch genauso aussehen wie vor Hunderten von Jahren. Wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region ist Valencia. Einen Besuch der Altstadt mit ihren mittelalterlichen Häusern und engen Gassen sollte man auf jeden Fall einplanen.

Spanien Charter: Alhambra - Prächtige Residenz des SultansSpanien Charter: Alhambra - Prächtige Residenz des Sultans

Costa Blanca: Die „Weiße Küste“ umfasst den Küstenstreifen der Provinz Alicante. Sie besitzt viele schöne Sandstrände, die in eine typisch mediterrane Landschaft eingebettet sind. Die Provinzhauptstadt Alicante hat einen hübschen Hafen, wo an der Flaniermeile Explanada de Espanya das Leben der Stadt pulsiert. Aber auch die Altstadt mit der Kathedrale und die Festung sind sehenswert. Wer einen Abstecher zu den Balearen machen will, hat es von der Costa Blanca aus besonders nah. Denn bis Ibiza oder Formentera sind es nur 50 bis 70 SM.
Costa del Sol: Die gut 200 SM lange „Sonnenküste“ ist die südlichste von Spaniens Mittelmeerküsten. Die Nähe zu Afrika zeigt sich nicht nur im Klima, sondern auch in den Bauwerken der Mauren, die rund acht Jahrhunderte die Herren über Spaniens Süden waren. Die Alcazaba von Málaga und die charakteristischen weißen Dörfer in Hanglage sind sichtbares Erbe jener Zeit. Besuchen sollte man auch die Festung von Granada, die Alhambra. Die prächtige Residenz des Sultans ist wohl das schönste islamische Bauwerk in Europa.
Gleichzeitig findet der Besucher an der Costa del Sol viel spanische Tradition, die z.B. bei Stierkämpfen oder Flamenco lebendig wird. Very british mit Fish and Chips, Bobbies und Pubs geht es dagegen auf Gibraltar zu. Solange sich im Upper Rock Nature Reserve die berühmten schwanzlosen Berberaffen tummeln, bleibt der Felsen der Sage nach britisch. Hier ist man ganz nah an Afrika, ebenso in Tarifa, dem südlichsten Punkt Europas und Eldorado der Windsurfer.
Costa de la Luz: Die „Küste des Lichts“ liegt bereits am Atlantik. Ihren Namen hat sie nicht von ungefähr: Das durchdringende Licht lässt die weiß gekalkten Häuser und die hellen Sanddünen gleißen. Hier findet man lange, feinsandige, von Kiefernwäldern gesäumte Strände und pittoreske Fischerdörfer, die wie Conil de la Frontera mit vielen Kneipen einen jugendlichen Charakter gewonnen haben.
Landeinwärts wird die Landschaft bergig: wilde Sierren und weltberühmte Weingärten, aus deren Trauben Sherry (benannt nach der Stadt Jerez de la Frontera) produziert wird. Typisch sind auch die maurisch geprägten "pueblos blancos", die weißen Dörfer, z.B. Arcos und Vejer de la Frontera, wo in den Gässchen auch die Feinschmecker bei Gazpacho, Lamm und Fisch gerne verweilen.
Eine besonders schöne Stadt an der Costa de la Luz ist Cadiz, der große Überseehafen der Krone aus den Zeiten der Seefahrt und die älteste Stadt Spaniens. Im alten Kloster La Rabida hatte Christoph Kolumbus mit dem Königshaus über seine Reiseidee verhandelt, ehe er 1492 vom nahem Hafenstädtchen Palos in See stach.


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