IJsselmeer Charter: Im Wattenmeer gibt es viele Seehundekolonien

Ausflug ins Wattenmeer zu den Nordsee-Inseln

Das IJsselmeer hat genug zu bieten für einen abwechslungsreichen Törn. Dennoch ist ein Ausflug ins Wattenmeer ein ganz besonderes Highlight. Über die Schleusen in Den Oever und Kornwerderzand gelangt man in die offene Nordsee, zum Wattenmeer und den vorgelagerten Inseln Texel, Vlieland Terschelling oder Ameland. Sie sind Teil eines 9000 Quadratkilometer großen Naturschutzgebietes, des größten in Nordeuropa. Flora und Fauna sind einzigartig: Es gibt Millionen von Seevögeln, außerdem Seehund- und Robbenkolonien. Nicht nur für Kinder ist diese Gegend ein Paradies und Abenteuerspielplatz. Die Inseln sind ausnahmslos malerisch und bieten riesige Sanddünen, tolle Strände und viel Natur. Mit dem geeigneten Schiff kann man sich auch mal trockenfallen lassen und direkt vom Schiff aus eine Wattwanderung unternehmen – ein toller Spaß!

IJsselmeer Charter: Im Wattenmeer gibt es viele Seehundekolonien

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Doch solch ein Ausflug ins Wattenmeer will gut vorbereitet sein, und Anfänger sollten die Finger davon lassen. Gezeiten, Strömungen und Wind verlangen einiges an Können und Erfahrung ab. Man sollte im Umgang mit Gezeitenkalendern und Strömungsdreiecken versiert sein, ebenso in der Berechnung der Tiden. Oft fährt man in schmalen Fahrwasser-Rinnen, an die man sich tunlichst halten sollte. Nichts desto trotz sollte man stets den Tiefenmesser im Auge behalten, denn die Tiefen der Fahrrinnen können sich durch Versandungen durchaus mal ändern, und keine Karte kann da mithalten.
Nach der Schleuse bei Kornwerderzand, bei Makkum, ist es ein Schlag von 22 SM bis Terschelling, der sich in 4-5 Stunden bequem zurücklegen lässt. Man hält sich an die Fahrrinne, die manchmal infolge von Versandungen recht schmal werden kann. Oft begegnen einem die zwischen dem Festland und den Inseln verkehrenden Fähren, die die Charteryachten im Eiltempo überholen. Hält man sich aber wie empfohlen am Rand des Fahrwassers, droht keine Gefahr, die Fähren fahren sehr diszipliniert.
Der Yachthafen von Terschelling ist empfehlenswert. Es gibt diverse Stege für Boote jeder Länge und alle Versorgungsmöglichkeiten. Wie überall in diesem Revier empfiehlt sich aber eine vorherige Anfrage beim Hafenmeister, denn gerade im Hochsommer ist der ein oder andere Hafen schon mal so voll, dass sich die Päckchen der gegenüberliegenden Stege schon fast berühren. Vor allem bei Familien mit Kindern ist Terschelling beliebt, denn die Umgebung ist schön und abwechslungsreich. Vom Hafen sind es nur zehn Minuten zu Fuß zum Hauptort der Insel.

IJsselmeer Yachtcharter: Millionen von Seevögeln bevölkern das Wattenmeer

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Das nächste Ziel ist Vlieland. Die Insel ist mit 35 Quadratkilometern recht klein, entsprechen gemütlich geht es zu. Vlieland ist autofrei. Stattdessen verkehren Pferdegespanne und Fahrräder. Überhaupt ist die Insel sehr malerisch. Hat man den Hafen auf Terschelling verlassen, ist Vlieland auch schon in Sicht. Doch auf direkter Linie liegt die Sandbank “Jacobs Rugger”, um die man herumfahren muss. Dennoch ist die Etappe nur 10 SM lang. Der Yachthafen von Vlieland ist sehr idyllisch, leider aber auch oft überfüllt. Ruhe findet man hier nicht – meist ist es ein quirlig-bunter Urlaubs-Trubel. Doch der Hafen ist an den Ansturm gewohnt, die Sanitäranlagen sind modern und ausreichend groß, und obwohl der nächste Supermarkt recht weit entfernt ist, findet man im nahen Lebensmittelladen alles, was man braucht. Vom Hafen läuft man in 20 Minuten zum einzigen Ort der Insel, Oost-Vlieland. Der Ausflug lohnt sich, denn der Ort ist wunderschön und wurde Anfang der 70er Jahre zum kulturhistorischen Denkmal erklärt. Wer will, mietet sich ein Fahrrad und erkundet die hübsche Insel.
Das nächste Ziel ist Texel, die größte der niederländischen Watteninseln. Dabei stellt sich die Frage, ob man außen oder innen herum fährt. “Außen” bedeutet, man segelt auf der Nordsee-Seite an den Inseln entlang und dann um die Westspitze Texels herum bis nach Oudeschild. Oder “Innen” geht die Route durchs Wattenmeer, wobei man hier ein Stückchen zurück Richtung Kornwerderzand segeln muss, um in das Fahrwasser nach Texel zu gelangen. Der Yachthafen von Texel ist recht groß, und man liegt nur im Ausnahmefall im Päckchen. Auch hier lohnt ein Ausflug über die Insel, denn Texel ist landschaftlich äußerst reizvoll. Beim Hafenmeister kann man Fahrräder mieten und z.B. Den Burg besuchen, einem lebhaften Touristenörtchen 5 km entfernt. Montag vormittags gibt es hier einen beliebten Wochenmarkt, auf dem man von Lebensmitteln bis Kleider alles bekommt. Vor allen Dingen auch eine große Auswahl an frischem Fisch. Wer noch weiter will, fährt die 6 km bis De Koog. Auf dem Weg liegen viele schöne Strände, und in De Koog kann man das Ecomare besuchen, eine Aufzuchtstation für Seehunde.
Texel war die letzte Station im Wattenmeer, danach segelt man zurück ins IJsselmeer, und nimmt diesmal die andere Schleuse, bei Den Oever. Die 11 Seemeilen durchs Fahrwasser sind schnell zurückgelegt. Vorsicht vor dem Texelstrom, der hier mit bis zu 3 Knoten setzt. Im Gegensatz zu den Kanälen und Schleusen in Friesland sind übrigens die Schleusen am Abschlussdeich kostenlos.

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