Gran Canaria Yachtcharter: Anlegestelle in der Dämmerung

Gran Canaria

Eine der landschaftlich reizvollsten Kanarischen Inseln ist Gran Canaria. Sie wird auch bei Segelfreunden immer beliebter. Das Revier ist anspruchsvoll und fordert die Crew. Die Landgänge belohnen jedoch für alle Strapazen. In der Hauptstadt Las Palmas oder dem pittoresken Fischerort Puerto de Mogan kann man die ganze Faszination der Kanaren erleben: Kulinarische Genüsse, ursprüngliche Lebensart und ein lebendiges Nachtleben, gepaart mit netten Anlegeplätzen…

Gran Canaria Yachtcharter: Anlegestelle in der Dämmerung

Gran Canaria Yachtcharter: Anlegestelle in der Dämmerung

Gran Canaria liegt 170 Seemeilen von der Südküste Marokkos entfernt. Eine Inselumrundung ist in etwa zwei Törntagen möglich. Allerdings lohnt es sich, deutlich mehr Zeit einzuplanen, um die Insel unterwegs richtig kennenzulernen. Denn Gran Canaria bietet hübsche Küstenpanoramen mit schroffen Schluchten und Cliffs sowie kleinen Buchten, die oft nur vom Meer her erreichbar sind. Sie sind teilweise fast unberührt. Daneben laden die Fischerorte und die größeren Städte mit ursprünglicher Schönheit und guten Anlegemöglichkeiten zu Erkundungstouren ein.

Und das alles bei gutem Wetter das ganze Jahr hindurch. Das Wetter ist im Süden der Insel, wo sich auch die meisten Yachthäfen befinden, noch etwas beständiger und wärmer als im Norden. Sonne pur also das ganze Jahr und Wassertemperaturen selten unter 20 Grad. Auch wegen der sonnigeren Temperaturen ist der Süden eine der beliebtesten Urlaubsregionen der Kanaren. Aber auch der Norden hat keinen nennenswerten Niederschlag und der Jahresdurchschnitt an Sonnenstunden pro Tag liegt auf ganz Gran Canaria bei beeindruckenden neun Stunden.

Und stetig weht der Passat. Auf ihn ist wahrhaft Verlass und so sind die Segelbedingungen ideal – „year round“ sozusagen. Doch Vorsicht: das Revier ist nichts für Anfänger! Vor allem in der „Wind Acceleration Zone“, wo zwischen den hohen Cliffs der Inseln Düsen- und Kapeffekte für noch mehr Speed sorgen. Hier geht es richtig rund! Zusätzlich zu den üblichen 15 bis 20 Knoten des Passat peitschen noch einmal Böen von bis zu 20 weiteren Knoten in die Segel. Nur für erfahrene Skipper zu empfehlen, aber für die, die es sich zutrauen, garantiert ein Heidenspaß…

Gran Canaria hat fünf Yachthäfen, dazu noch einmal drei weitere kleinere Fischerhäfen und etliche kleinere Anlegestellen. Die Marina von Las Palmas, der Inselhauptstadt, ist die größte ihrer Art. Neben Las Palmas ist die Marina von Puerto de Mogan im Südwesten der Insel mit Sicherheit die schönste. Weitere Marinas befinden sich in Pasito Blanco, Anfi del Mar und Puerto Rico. Sie liegen allesamt an der Südspitze Gran Canarias, unweit von Puerto de Mogan. Doch auch an Ost- und Westküste gibt es etliche kleinere Fischer- und Nothäfen.

Gran Canaria Charter: Die Marina von Puerto de Mogan zählt zu den schönsten der Kanaren

Gran Canaria Charter: Die Marina von Puerto de Mogan zählt zu den schönsten der Kanaren

In Las Palmas leben knapp die Hälfte der Inselbewohner – die Stadt und Umgebung ist die dichtbesiedelste Region der Insel. In der Palmenstadt finden sich somit beste Voraussetzungen für ausgedehnte Landgänge. Auch Übernachten lässt es sich gut, z.B. im 5-Sterne-Hotel „Santa Catalina“, das schon seit der Kolonialzeit gibt das erste Haus am Platze ist. Den besten Ausblick über die Stadt hat man aus den Zimmern des „AC Gran Canaria“ (4 Sterne). Direkt an der Promenade liegt das „Tryp Iberia“.

Kulinarisch wird einiges geboten, so z.B. im Restaurant „Casa Montesdeoca“. Hungrige Crews können sich hier mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Und die Restaurant-Preise auf Gran Canaria sind (noch) günstig. So ist ein Essen zu zweit inklusive Getränken für unter 20 Euro zu haben. Im „El Gofio“, „Salsa Mojo“ oder dem „Bodegon de las Lagunas“ kann man die Landesküche probieren. Und es bleibt noch genug in der Bordkasse, um nach dem kulinarischen Genuss noch in eine der vielen Bars der Hauptstadt zu ziehen. Sie liegen oft direkt am Hafen wie der „Johnny Walker Club“. Andernorts, in Läden und auf Märkten, werden die Preise oft frei verhandelt. Und speziell in Supermärkten kann es durchaus teurer sein als in Deutschland.

Puerto de Mogan im Süden ist ein Highlight und neben Las Palmas ein weiterer reizender Landgang. In den kleinen Gassen der Altstadt ist immer etwas los! Über den Köpfen der flanierenden Besucher und Einheimischen wölben sich die typischen kalkweißen und mit Blumen geschmückten Bögen. Im Oktober swingt die ganze Stadt, wenn weltberühmte Jazz-Musiker sich die Ehre beim alljährlichen Jazz-Festival geben. Das angrenzende Tal Valle de Mogan zählt zu den schönsten Naturlandschaften der Insel. Sattes Grün und eine üppige Vegetation wechseln sich hier mit schroffen Klippen ab. Anlegen kann man in Puerto de Mogan am modernen Yachthafen. Er wird von vielen wegen seiner Kanäle und Brückchen mit Venedig verglichen. Der Yachthafen ist nicht der größte, aber dafür setzt er optische Reize, die sich vor keiner anderen Marina verstecken müssen. Und er hat einen weiteren Vorteil: die direkt angrenzende „Bar Marina“ mit einem üppigen internationalen Sortiment an Getränken sowie frischem Fisch. Auch das Fischrestaurant „La Caracola“ ist zu empfehlen.

Die Gewässer rund um Gran Canaria sind auch für Tauchstopps perfekt: So wie „El Veril del Carbón“ und „La Baja de Pasito“ vor der Südküste, nahe des Kaps von Maspalomas. Ein besonderer Blickfang unter Wasser sind die unzähligen Schiffswracks auf dem Meeresgrund rund um die Insel. Die Riffs beherbergen die ganze Faszination der Natur, riesige Fischschwärme und schöne Korallen.

Bei den Landgängen sollte man unbedingt die kleinen Kartoffeln, die Papas Arrugadas, probieren. Sie werden in Seewasser gekocht, und zwar solange bis das Wasser komplett verdunstet ist, sodass eine Salzschicht die Kruste der garen Erdäpfel bildet. Dazu gibt’s die typisch kanarische Mojosauce.

Gran Canaria bietet kulturelle, kulinarische und landschaftliche Vielfalt und exzellente Windbedingungen. Dazu sind die Temperaturen quasi das ganze Jahr hindurch warm. Es lohnt sich also, sich auf die runde Insel mit den steilen Felswänden einzulassen…

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