Portugal Yachtcharter - Cascais: Die brandneue Marina vor den Toren Lissabons hat 600 Liegeplätze

Neue Marinas von Lissabon bis Gibraltar

Welches Segelrevier hat ein mediterranes Klima, liegt aber nicht am Mittelmeer? Nur wenigen Seglern denken da auf Anhieb an die Küsten Portugals und die spanische Costa de la Luz. Einer der Gründe ist wohl die dürftige Infrastruktur, die dieses Revier lange Zeit unattraktiv gemacht hat. Doch inzwischen hat sich viel getan.

Portugal Yachtcharter - Cascais: Die brandneue Marina vor den Toren Lissabons hat 600 Liegeplätze

Portugal Yachtcharter: Cascais – Die brandneue Marina vor den Toren Lissabons hat 600 Liegeplätze

Sowohl die Portugiesen, als auch die Andalusier haben seit Jahren in den Segelsport westlich der Straße von Gibraltar investiert. Zwischen Lissabon und der berühmten Meerenge haben sich sowohl auf portugiesischer, als auch auf spanischer Seite je etwa ein Dutzend Yachthäfen und Marinas etabliert, darunter einige attraktive neue Anlagen.
Eine davon liegt gleich vor den Toren Lissabons: In Cascais, dem mondänen Seebad Lissabons, gibt es eine brandneue Marina. Die bevorzugte Lage direkt vor der Mündung des Tejo spricht dafür, dass sie schnell zu einem der wichtigsten Yachthäfen Portugals aufsteigen wird. Vorbei die Zeiten, da es in Cascais lediglich einen rolligen Ankerplatz gab und Lissabon-Besucher nur bei passender Tide gut 12 Seemeilen flussaufwärts bis zu den Häfen fahren konnten.
In Cascais sind von den 600 Liegeplätzen 100 für Gastyachten reserviert, die bis zu 35 Meter lang sein dürfen. Das Serviceangebot: ein 70-Tonnen-Travellift, Fachwerkstätten für alle Arbeiten bis zum anspruchsvollen Refit, umfassende Versorgungsmöglichkeiten, Banken, Bars, Restaurants, Boutiquen sowie Zoll und Grenzbehörden. Auch steht ein Rost zum Trockenfallen zur Verfügung, denn bei einem Tidenhub bis 3,50 Meter lassen sich viele Arbeiten auch ohne Lift erledigen.
In die Zwei-Millionen-Stadt Lissabon kommt man am schnellsten mit der Stadtbahn, die am Fluss entlang bis ins Zentrum fährt. Wer dennoch auf eigenem Kiel in die Hauptstadt Portugals möchte, braucht sich nicht lange den Kopf über einen Liegeplatz zu zerbrechen: Alle Marinas zwischen Torre Belem und der Altstadt sind in der Regel vollständig belegt. Man bekommt nur in der Marina Expo einen Liegeplatz. Als Teil der Weltausstellung wurde sie während der Expo 98 von vielen Yachten besucht, seither sind die beiden Hafenbecken für rund 800 Yachten nahezu verwaist. Dennoch kann man diese etwas trostlose Marina getrost in Kauf nehmen für das einmalige Erlebnis, auf dem eigenen Boot in einen der schönsten Häfen der Welt einzulaufen.

Portugal Jachtcharter - Guadiana: An der Grenze zwischen Portugal und Spanien gibt es eine neue Flussmarina

Portugal Charter: Guadiana – An der Grenze zwischen Portugal und Spanien gibt es eine neue Flussmarina

Lissabon liegt an einem riesigen Naturhafen, in dem alle Flotten der Welt Platz hätten. Wie einst vor 500 Jahren die aus der Neuen Welt zurückkehrenden Seefahrer, so begrüßt auch noch heute der Torre de Belem am Tejoufer den Ankömmling. Auf halbem Weg zum Stadtzentrum überspannt die 2278m lange Europabrücke den Tejo. Bis zum Bau der Brücke über den Großen Belt war sie die längste Brücke Europas. Nicht weit entfernt, an einem großen Platz am Tejoufer beginnt die Altstadt von Lissabon.

Das Stadtbild ist sehr kontrastreich: Hügel und Täler, enge Gassen und breite Avenidas. Das Zentrum von Lissabon, die Baixa, wird vom Burgberg mit dem Castelo de Sao Jorge, der Alfama und dem Hügel des Bairro Alto eingerahmt. Die Alfama ist der älteste Stadtteil von Lissabon. Ein Bummel durch die engen Gassen lohnt ebenso wie die Aufstieg zu einer der Aussichtsterrassen, von denen man einen phantastischen Ausblick auf die Bucht des Tejo geniessen kann.
Von Cascais aus erreicht man nach etwa 50 Seemeilen auf Kurs Süd Sines. Auf halber Strecke zwischen Lissabon und dem Kap Sao Vicente gelegen, ist diese – ebenfalls neue – Marina ein wichtiger Anlaufpunkt. Insbesondere für Yachten, die von Süden kommen und im Sommer küstennah gegen den vorherrschenden Nordwind ankämpfen, ist Sines von größter strategischer Bedeutung. Sie befindet sich in der Mitte des weiten Hafenbeckens, direkt hinter einem Strand. Der beschauliche Fischerhafen von Sines mit seiner schön anzusehenden, noch sehr ursprünglichen Altstadt ist einen Besuch wert. Hier wurde Vasco da Gama geboren, worauf ein großes Denkmal an der Burgmauer unübersehbar hinweise. Einziger Störfaktor der Idylle: manchmal laufen große Tankschiffe ein, um hier ihre Ladung zu löschen.
Nach weiteren 50 Seemeilen ist das Kap Sao Vicente erreicht. Hier beginnt die Südküste der Algarve. Vorbei an den Hafenorten Sagres und Lagos ist bald die weitläufige Mündung des Rio Arade erreicht, seit alters her ein wichtiger Ankerplatz. Eine Seemeile flussaufwärts liegt die Stadt Portimao, Zentrum des Handel und der Fischerei. Die Festungen Sao Joao am linken und Santa Catarina am rechten Flussufer hielten einst die afrikanischen Piraten fern.
Noch heute gilt dieses Lagunengebiet mit seinem kräftigen Tidenhub von etwa drei Metern als einer der schönsten und vor allem sichersten Ankerplätze für Yachten in Südportugal – besonders vor dem alten Dorf Ferragudo liegen Besucher hervorragend. Die Marina liegt unterhalb der Festung Santa Catarina und verfügt über 620 Liegeplätze.
Folgt man weiter der Küste, so gelangt man – vorbei an an Vilamoura, Faro und Tavira – zum Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal, dem Rio Guadiana. Er ist bei jedem Tidenstand ansteuerbar, wobei strikt auf die Fahrwassermarkierung geachtet werden muss: Vor seiner Mündung ändern wandernde Sände ständig ihre Position. Hält man sich einlaufend möglichst nahe an der Westmole – die östliche Mole ist teilweise überspült -, kommt schon nach wenigen Minuten auf der linken Seite das portugiesische Vila Real de Santo Antonio in Sicht. Am gegenüberliegenden Flussufer erhebt sich hübsch auf einem Hügel der spanische Ort Ayamonte.
Vila Real besitzt eine neue Marina unmittelbar an der Uferpromenade, gleich in der Nähe locken einige empfehlenswerten Fischrestaurants. Im Dorf geht es beschaulich zu. Ayamonte hingegen wirbt mit charmanter Lebendigkeit und hat ebenfalls eine neue Marina mit viel freiem Liegeraum zu bieten: Ruhe oder Trubel – hier findet jeder, was er sucht.
Verlässt man die Flussmündung, ist schon die Grenze zu Spanien überquert. Der nächste Hafen ist schon in Sichtweite: Isla Cristina am Rio de la Higuera. Seit die Mündung des Flusses ausgebaggert wurde, stehen dort auch bei Ebbe drei Meter Wasser. Es ist jedoch unbedingt ratsam, sich an die Betonnung zu halten – die Breite des Flusses suggeriert eine Tiefe, die er am Gleithang nirgendwo hat. Etwas mehr als eine Meile den Fluss aufwärts liegt die Marina. Sie lässt keine Wünsche offen: Schwimmstege sind ebenso vorhanden wie alle erforderlichen Einrichtungen, Tankstelle inklusive.
Zudem beheimatet Isla Cristina eine nennenswerte Fischereiflotte, die Produkte der ortsansässigen Fischfabrik werden zu sehr günstigen Preisen angeboten. Es gibt Thunfisch in allen Variationen, die Spezialität ist hauchdünn geschnittener Thunfischschinken. Der Kern dieses typisch spanischen Ferienortes sieht recht nett aus, auch wenn die hässliche Bebauung unmittelbar am Hafen zunächst eher abschreckt.
Zurück zur andalusischen Küste. Weiter östlich, an der Mündung des Rio Odiel, entstand an strategisch günstiger Stelle die Marina von Mazagón mit allem erdenklichen Komfort. Der Fluss ist hier hinreichend tief, der Hafen kann auch bei üblem Wetter sicher angelaufen werden. Weiter flussauf zu segeln lohnt sich nicht, denn schon nach einer Meile verschandeln Raffinerien und Industriekomplexe das Landschaftsbild. Schwer vorstellbar, daß dies ein geschichtsträchtiger Ort sein soll, aber doch: Dort, wo Rio Tinto und Rio Odiel zusammenfließen, startete Kolumbus 1492 seine erste Expedition zur Entdeckung der Neuen Welt.
Ein Stück weiter die Costa de la Luz entlang kommt das breite Mündungsgebiet des Rio Guadalquivir. Von dort aus ist auf eigenem Kiel Sevilla erreichbar, mit etwas Glück während einer Tide vom nahen Chipiona aus. Die Stadt der Weltausstellung 1992 liegt immerhin knapp als 100 km im Hinterland, doch selbst für große Frachter mit riesigen Ladebäumen führt der Rio Guadalquivir genügend Wasser. Allerdings: Beiderseits des Flusses erstreckt sich wenig Erbauliches. Dafür präsentiert sich das Ziel Sevilla als lebendige, spanische Stadt. Liegeplätze bietet die Marina nahe einem Industriegebiet, von dort braucht der Bus zwanzig Minuten bis ins Zentrum.
Die letzte Station vor Gibraltar ist schließlich die Puerto de Santa Maria nördlich von Cadiz, rund eine Meile den Rio San Pedro aufwärts. Der dortige Yachtclub hat auf beiden Flussseiten neue Schwimmstege ausgelegt. Der Ortskern ist nahe, Einkäufe fallen hier leichter als in Cadiz oder den benachbarten Marinas von Rota, Chipiona und Puerto Jerez.

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