Spanien

Yachtcharter in Spanien bedeutet 1.700 km Mittelmeerküste mit eindrucksvollen Landschaften, schroffen Gebirgen und Steilküsten, sowie wunderschöne Sandbuchten und Olivenhainen. Ob Ihr eine geschützte Ankerbucht, ein lauschiges Fischerörtchen oder eine moderne Marina bevorzugt hier werdet Ihr fündig. Überall ist die Infrastruktur gut ausgebaut und das Wetter lädt ganzjährig zum Segeln, Baden und Genießen ein. Technisch ist das Revier als einfach einzustufen und auch die Windverhältnisse sind zumeist ausgeglichen.

Charter Äolische Inseln: Noch immer äußerst aktiv - Die beiden Vulkane auf Stromboli und VulcanoCharter Äolische Inseln: Noch immer äußerst aktiv - Die beiden Vulkane auf Stromboli und Vulcano

Yachtcharter Sizilien: Äolische Inseln

Aktive Vulkane hautnah erleben

Etwa 35 Meilen nördlich von Sizilien liegen die Äolischen Inseln, die nach der Hauptinsel Lipari auch Liparische Inseln genannt werden. Die sieben Inseln, südlich begrenzt durch Vulcano, im Norden durch Stromboli, gehört zu einer Vulkankette, die sich zwischen dem Vesuv von Neapel und dem Aetna auf Sizilien erschreckt. Die beiden Vulkane auf Stromboli und Vulcano sind immer noch äusserst aktiv; aus dem Kratern von Vulcano "dampft" es nur etwas, hingegen entlädt sich der "Idd" auf Stromboli in regelmässigen Abständen.

Ihren Namen verdanken die Inseln dem griechischen Gott des Windes Aeolus, der Odysseus den Gegenwind, in einen Sack verschnürt, zum Geschenk machte. Auf der Heimreise öffneten Seeleute kurz vor Ithaka den Sack im Glauben, ein Schatz sei darin verborgen, und so wurde Odysseus weit von seinem Zuhause weggeweht.
Über all die Jahrtausende waren die Inseln stets eine beliebte Beute für Piraten und Kolonisatoren, deren Reihe von den Kathagern bis zu den Spaniern reichte. Die ersten Griechen bauten, als sie sich auf den Inseln niederließen, sofort eine kleine Seestreitmacht auf, um die ständigen Ueberfälle abzuwehren. Die Flotte wuchs und ihr Geschick in der Navigation in diesen windigen Gewässern machte sie zu einer nicht zu unterschätzenden Macht; bald wurden sie selbst zu gefürchteten Piraten. Zwar waren die Aeolischen Inseln seit frühester Zeit, etwa im vierten Jahrtausend vor Christus, besiedelt. Doch geprägt wurde das Archipel durch die Griechen, und wie in der Aegäis sind die Häuser weiß getüncht.
Stromboli wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch eine große Auswanderungswelle nach Amerika und Australien entvölkert, zumal die Insel von bedrohlichen Vulkanausbrüchen 1919 und 1930 heimgesucht wurde. Erst in den 70er und 80er Jahren kehrten in Form von Tourismus ein gewisser Wohlstand auf die Insel zurück. Zunächst waren es nur vereinzelte Fremde, doch nach und nach wählten einige diese faszinierende Insel als Wahlheimat; vor allem Künstler und Hobby-Vulkanologen zog es an.

Charter Sizilien: Tägiche Eruptionen - Stromboli lässt seinen Druck Tag für Tag in kleinen Portionen abCharter Sizilien: Tägiche Eruptionen - Stromboli lässt seinen Druck Tag für Tag in kleinen Portionen ab

Stromboli ist das vermutlich älteste Leuchtfeuer der Welt. Von der Antike bis in die heutige Zeit hatte er den Beinamen "Leuchtfeuer des Mittelmeers". Im Gegensatz zum Aetna und dem Vesuv lässt er seinen Druck Tag für Tag in kleinen Portionen ab, anstatt ihn bis zu einem grossen Knall und einer Eruption aufzustauen. Die aktiven Krater liegen auf 750 m.ü.M. Auf dem Gipfel, der Pizzo sopra la Fossa, geniesst man deshalb einen atemberaubenden Blick auf die Kraterterasse. Aber bis dorthin muss zuerst der steile, in Serpetinen angelegte und im Laufe der Zeit ausgewaschene Weg hinaufgeklettert werden. Ab besten bricht man spätnachmittags wenn nicht gar nachts auf.
Es ist sinnvoll - mit Taschenlampen, gutem Schuhwerk und genügend Trinkwasser ausgerüstet - sich an die ausgetretenen Pfade zu halten, die teilweise durch die mannshohe Macchia führen. Beschwerlich wird der Aufstieg jedoch auf den letzten zweihundert Metern, wenn - zwei Schritt vorwärts, einen zurück - man mühsam durch die Asche am Gipfelhang rutscht. Das letzte Stück Weg liegt auf der langgezogenen Krete, von der man bereits ein Blick auf die spuckenden Krater werfen kann. Die Belohnung erfolgt auf dem Gipfel: Man blickt auf Schwefeldampf, zischende und rotglühende Lava, die bis zu 100 Meter emporgeschleudert wird. Nachts wirkt es umso gespenstischer durch den rötlichen Schein der Lava.
Für ganz Mutige, die oben übernachten wollen, empfiehlt sich ein Schlafsack, denn "Aeolus" kann kräftig über den Gipfel pfeifen. Zudem bietet er eine gewissen Schutz vor allerlei Ungeziefer wie Ratten.... Aber eine etwas unbequeme und kurze Nacht wird gerne in Kauf genommen (einfach nicht an irgendwelche Rückenprobleme denken...), wenn am Morgen ein anderes Feuer bewundert werden kann: Der Sonnenaufgang, in dessen Licht die Küste von Italien und Sizilien sichtbar wird. Bei Tageslicht wird dann auch deutlich, dass sich der anfänglich so nahe und bedrohlich wirkende Krater doch in sicherer Distanz befindet. Zwar kann das eine oder andere glühende Projektil einmal in die "falsche" Richtung fliegen, aber meist fließt die Lava den NW-lichen Hang hinunter, der Sciara del Fuoco.
So wie die Karibik ihr "Bermuda-Dreieck" hat, gibt es das "Äolische Dreieck", dessen Gebiet das Archipel bis hinüber zum italienischen Festland und der Strasse von Messina umfasst. Hier treten häufig örtlich begrenzte Starkwinde auf, ohne dass die allgemeine Wetterlage darauf hindeutet. Besonders im Frühling und Herbst kann es stürmisch werden, aber auch im Sommer gibt es starke Gewitter mit Wolkenbrüchen und Sturmböen. Aus diesem Grund sind die zwei Ankerplätze auf Stromboli nur bei absolut ruhigem Wetter sicher. Beim leisesten Anzeichen von Wetterverschlechterung sollten die Plätze verlassen werden.


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