Im unabhängigen Gebrauchtboottest sorgten die zwei Ruder für sehr gute Kursstabilität. Unter Motor lief die Feeling 39 wirtschaftlich sechs Knoten bei 2.000 Umdrehungen und 7,6 Knoten bei 2.800 Umdrehungen. Bei langsamen Hafenmanövern fehlt jedoch Propellerstrom am Ruder; das Testboot profitierte deshalb bei Seitenwind von einem Bugstrahlruder. Die Bewertung gilt für das gemeinsame Rumpf- und Ruderkonzept, nicht als Zusage gleicher Hafenausrüstung.
Feeling 39
Feeling 39: heller Raum und souveräne Fahrtenleistung
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Feeling 39: heller Raum und souveräne Fahrtenleistung
Die Feeling 39 verbindet drei echte Kabinen mit einem ungewöhnlich hellen, luftigen Salon und überzeugender Fahrtenleistung. Zwei unabhängige Tests belegen 7,3 Knoten auf einem Reach, 8,3 Knoten in stärkeren Böen und einen weichen Einsatz des scharfen Stevens in ruppiger Atlantiksee. Zwei Ruder sorgen für sehr gute Kursstabilität, verlangen unter Motor jedoch Aufmerksamkeit, weil Propellerstrom fehlt. Ideal sind vier bis sechs Personen, sieben bleiben komfortabel, acht sind nur nominell passend. Die Ein-Bad-Version bietet die größere Vorschiffskabine. Je nach Exemplar gibt es Fest- oder Hubkiel; Alter und Technik müssen individuell geprüft werden.
Feeling 39: Stärken und Kompromisse
Fünf getrennte Kriterien statt einer pauschalen Gesamtnote. So bleibt sichtbar, wofür dieses Modell geeignet ist – und wo seine Grenzen liegen.
Zwei unabhängige Tests belegen ein ausgewogenes Fahrtensegelkonzept. Practical Boat Owner maß auf einem Reach 7,3 Knoten und in stärkeren Böen 8,3 Knoten. Der Atlantiktest von segeln beschreibt, wie der scharfe Steven in ruppige See weich einsetzt und dabei wenig Geschwindigkeit verliert. Mit 34 bis 35 Quadratmetern Großsegel und 46 Quadratmetern Genua ist das Rigg klar auf zügiges, kontrollierbares Fahrtensegeln ausgelegt.
Die 4,02 Meter Breite und die helle Ausbauweise erzeugen einen für 11,64 Meter außergewöhnlich großzügigen Innenraum. Der unabhängige Test hebt den luftigen Salon mit natürlichem Licht, heller Holzausführung und zwei gegenüberliegenden Sitzgruppen hervor. Die Ein-Bad-Version behält eine größere Vorschiffskabine; zwei Achterkabinen, Pantry, Kartentisch und rund zwei Meter Kopffreiheit ergänzen das Konzept. Drei geschlossene Kabinen bieten echte Privatsphäre, nur das einzelne Bad bleibt der zentrale Engpass.
Vier bis sechs Personen passen besonders gut zur Drei-Kabinen-Version. Sieben bleiben bei Nutzung des Salons realistisch, während acht der offiziellen Kategorie-A-Maximalbelegung entsprechen, aber keine gleichwertige Privatsphäre erhalten. Das einzelne Bad begrenzt den Alltag bei Vollbelegung. Für Familien und gemischte Crews bieten die drei Kabinen, 350 Liter Wasser, 145 Liter Diesel und die gute Seetüchtigkeit eine belastbare Basis für längere Törns.
Das offizielle Handbuch dokumentiert eine CE-Kategorie-A-Konstruktion, getrennte elektrische Systeme, klare Wartungszugänge und detaillierte Installationspläne. Beide unabhängigen Tests bestätigen die seegängige Grundauslegung auch in böigem, ruppigem Wasser. Belastbare Flotten-, Gutachter- oder Langzeitdaten zu typischen Schäden fehlen jedoch. Bei heutigen Booten müssen besonders Ruderlager, Kiel- beziehungsweise Schwertsystem, Rigg, Fenster und technische Installationen individuell geprüft werden.
Aufteilungen des Feeling 39
