Yachting World erprobte die Azuree 40 vor Istanbul und bezeichnete sie als ausgesprochen beeindruckenden Performance-Cruiser. Breites Heck, Kimmkante und Doppelruder liefern das für das Modell prägende Steuerkonzept. Die Werft bietet drei unterschiedlich ausgerichtete Versionen. Weil der veröffentlichte Test keine Messreihe für Hafenmanöver oder schwere See enthält, bleibt die Bewertung trotz des klar positiven Segeleindrucks bei acht Punkten.
Azuree 40: breiter Performance-Cruiser mit drei Kabinen
Die Azuree 40 verbindet ein breites, gekimmtes Heck mit Doppelrudern und drei geschlossenen Doppelkabinen. Die Werft dokumentiert sechs feste Kojen, ein Bad und 90 Quadratmeter Amwind-Segelfläche für die Cruiser-Ausführung. Yachting World erprobte das Boot vor Istanbul und bezeichnete das Ergebnis als ausgesprochen beeindruckenden Performance-Cruiser. Die große Breite von 4,22 Metern schafft viel Platz im Cockpit und unter Deck. Zwei bis vier Personen reisen sehr großzügig, sechs bleiben die sinnvolle Obergrenze. Dann verlangt das einzige Bad klare Abläufe. Die Varianten Cruiser, Fast Cruiser und Voyage unterscheiden sich bei Kiel, Rigg und Bauweise; der individuelle Tiefgang des aktiven Zielmodells bleibt separat erhalten.
Azuree 40: Stärken und Kompromisse
Fünf getrennte Kriterien statt einer pauschalen Gesamtnote. So bleibt sichtbar, wofür dieses Modell geeignet ist – und wo seine Grenzen liegen.
Der unabhängige Test nennt die Azuree 40 einen beeindruckenden Performance-Cruiser und beschreibt die Probefahrt als außergewöhnlich überzeugend. Die Cruiser-Ausführung trägt laut Werft 90 Quadratmeter Amwind-Segelfläche bei 7,3 Tonnen Leergewicht; Fast Cruiser und Voyage setzen andere Rigg- und Kielwerte. Messbare Testgeschwindigkeiten wurden im zugänglichen Bericht nicht veröffentlicht, deshalb bleibt die starke Leistungsbewertung bewusst unter einer Spitzennote.
Die Werft dokumentiert drei Kabinen und sechs feste Kojen auf 11,99 Metern Länge bei ungewöhnlich großer Breite von 4,22 Metern. Das breite Heck schafft sowohl unter Deck als auch im Cockpit viel nutzbare Fläche. Die Ausführung mit nur einem Bad verlangt bei sechs Personen klare Abläufe, und eine unabhängige Detailprüfung von Stauraum, Belüftung und Langzeitkomfort liegt nicht vor. Das Raumangebot ist stark, die Absicherung bleibt begrenzt.
Zwei bis vier Personen nutzen die drei Doppelkabinen sehr großzügig; sechs Gäste bleiben dank sechs fester Kojen möglich. Die nominelle und komfortable Obergrenze liegt daher bei sechs, sofern das gemeinsame Bad organisatorisch akzeptiert wird. Für drei Paare ist die Kabinenaufteilung passend, die Sanitärkapazität jedoch knapp. Zusätzliche Salonplätze werden mangels Werftbeleg nicht eingerechnet.
Yachting World besuchte die Produktion und hob den industriell geprägten Fertigungsansatz sowie das beeindruckende Ergebnis hervor. Die Werft nennt Vakuuminfusion; die Fast-Cruiser-Version nutzt eine Carbon-Hybrid-Struktur. Ein späterer unabhängiger Rückblick beschreibt die ursprüngliche 40 zugleich als etwas rau, eigenwillig und in Details sperrig. Das spricht für solide Substanz und innovativen Aufbau, aber nicht für durchgehend ausgereifte Serienqualität.