Die Catalina 28 Mk II gilt in unabhängigen Tests als leicht zu handhaben, gut ausbalanciert und für Familie oder Einsteiger gutmütig. Leichtes Ruder, hohe Formstabilität und ins Cockpit geführte Fallen und Reffleine helfen einer kleinen Crew. Breite Seitendecks und der offene Spiegel erleichtern Bewegung und Einstieg. Abzüge gibt es für den vor dem Niedergang liegenden Großschottraveller: Alleinsegler müssen zum Trimmen das Ruder verlassen. Auch das Einleinenreff kann durch Reibung schwergängig sein.
Catalina 28 MkII in Bildern
Catalina 28 Mk II: viel Kreuzer auf kompakter Länge
Die Catalina 28 Mk II ist eine handliche Küstenkreuzerin mit erstaunlich vollständigem Innenraum. Zwei echte Schlafkabinen, ein separates Bad mit Dusche, Pantry, Navigationsecke und Salon passen in knapp neun Meter Länge. Unabhängige Tests beschreiben ein leichtes Ruder, gute Balance, brauchbare Höhe am Wind und hohe Gutmütigkeit; bei Leichtwind bleibt die Standardversion gemächlich. Für ein Paar oder eine kleine Familie ist das Konzept besonders stimmig, vier Personen reisen komfortabler als sechs. Solider GFK-Rumpf und gute Alltagshaltbarkeit überzeugen, doch Deckfeuchte, Gelcoatrisse und der stoßempfindliche Rumpf-Deck-Stoß gehören beim Gebrauchtboot ins Survey.
Catalina 28 MkII: Stärken und Kompromisse
Fünf getrennte Kriterien statt einer pauschalen Gesamtnote. So bleibt sichtbar, wofür dieses Modell geeignet ist – und wo seine Grenzen liegen.
Die Tests beschreiben eine ausgewogene Küstenkreuzerin, die am Wind brauchbar hoch läuft, auf Raumkurs gut vorankommt und bei etwa zehn Knoten Wind sauber ausbalanciert ist. Der Rumpf bleibt in stärkerem Wind steif und wenig arbeitsintensiv. Mit einer Standard-Segelflächen-Verdrängungszahl um 14 ist die Mk II jedoch kein Leichtwindboot und weder als Regattayacht noch als Hochsee-Passagemodell gedacht. Unterschiede zwischen Standard-, Tall-Rig-, Flossen- und Flügelkiel bleiben bewusst offen.
Für 28 Fuß bietet die Mk II sehr viel Innenraum: zwei echte Schlafkabinen, Salon, Pantry, Navigationsecke und ein separates Bad mit Dusche. Vier Personen können am Tisch essen, die größere Achterkoje nimmt zwei Erwachsene auf, und die breitere Mk-II-Achtersektion verbessert Raum und Privatsphäre. Stehhöhe, lange Kojen sowie viele Luken und Fenster sind weitere Pluspunkte. Grenzen sind die nur bedingt bequeme Achterkoje, die tiefe schwer erreichbare Kühlbox und der fehlende Cockpitstauraum.
Das Modell passt besonders gut zu einem Paar oder einer kleinen Familie. Tests nennen einfache Bedienung, vier komfortable Sitzplätze im Cockpit und zwei getrennte Kabinen; zwei Paare können zumindest kürzere Reisen unternehmen. Vier Personen sind deshalb ideal und komfortabel, sechs bleiben eine nominelle Schlafplatzgrenze mit deutlich weniger Privat- und Stauraum. Alleinbetrieb ist möglich, wird aber durch die Entfernung zwischen Ruder und Großschot eingeschränkt.
Mehrere unabhängige Beobachtungen stützen eine solide Serienbauweise für Küstenfahrt. Der Rumpf ist massiv handlaminiert, das Deck balsabelegt, Schotten und Stringer versteifen die Struktur; untersuchte Gebrauchtboote hielten dem normalen Dienst gut stand. Gleichzeitig nennen die Tester schwächere Sekundärverklebungen, Gelcoatrisse und gelegentliche Lecks. Der überlappende Schuhkartonstoß begrenzt zwar Leckage, ist aber bei seitlichen Stegstößen schadenanfällig. Einzelbootzustand und Deckfeuchte bleiben surveyabhängig.
Aufteilungen des Catalina 28 MkII
