Die MkII ist auf kleine Crews ausgerichtet: Leinen und selbstholende Winschen liegen sinnvoll, breite Seitendecks und lange Handläufe geben Halt, und das halb-elliptische Ruder sorgt für gute Spurtreue. Im Test ließ sich die Yacht unter Segel und Motor berechenbar führen. Einschränkungen sind das große Steuerrad, das beim Einhandbetrieb den Weg zu Schoten und Großsegelkontrollen erschwert, nasse glatte Cockpitsitze sowie niedrige Relingstützen für echte Hochseefahrt.
Catalina 36 MkII
Catalina 36 MkII: viel Raum und überzeugende Reiseleistung
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Catalina 36 MkII: viel Raum und überzeugende Reiseleistung
Die Catalina 36 MkII ist ein sehr geräumiger Familienkreuzer, der Paaren und kleinen Crews zugleich solide Segelleistung bietet. Zwei private Kabinen, eine ungewöhnlich große Achterkoje, heller Salon, große Pantry und weites Cockpit machen vier Personen auf Küsten- und längeren Reisen komfortabel. Unabhängige Tests zeigen gute Spurtreue, wirksame Reffleistung und bis zu 8,5 Knoten auf breitem Reach; Flossen- und Flügelkiel unterscheiden sich im Detail. Das große Steuerrad erschwert Einhandbewegungen im Cockpit. Rumpf und Beschläge gelten als solide, während Kettenplattenabdichtung, durchschnittliche Tischlerdetails, rutschige Sitze und Ruderschäden nach Grundberührung gezielt geprüft werden sollten.
Catalina 36 MkII: Stärken und Kompromisse
Fünf getrennte Kriterien statt einer pauschalen Gesamtnote. So bleibt sichtbar, wofür dieses Modell geeignet ist – und wo seine Grenzen liegen.
Zwei unabhängige Tests zeigen einen kräftigen, gutmütigen Küstenkreuzer. Der Tall-Rig-Test erreichte mit gerefftem Groß und verkleinerter Fock 7,1 bis 7,6 Knoten am Wind und 8 bis 8,5 Knoten auf breitem Reach; sauber getrimmt lief die Yacht stabil. Der 2006er Flügelkiel-Test segelte 39 Grad scheinbaren Wind mit 6,6 Knoten und später 7,1 Knoten. Abzüge gelten für mäßige Wende-Winkel, zu kurze innere Schienen und schwächere tiefe Leichtwindkurse ohne Zusatzsegel.
Der Innenraum gehört zu den klaren Stärken. Die MkII bietet zwei private Kabinen, eine für 36 Fuß außergewöhnlich große Achterkoje, einen langen hellen Salon, zwei Tischbereiche, eine funktionale L-Pantry mit viel Arbeitsfläche und ein Bad mit Zugang vom Salon und Vorschiff. Sailing Today beschreibt Achterkabine und Cockpit als palastartig und lobt die Bewegungsfreiheit. Grenzen sind die geringe Höhe über der Achterkoje, ein kleiner Kartentisch, durchschnittliche Tischlerdetails und nur ein Bad.
Paare und kleine Familien treffen das Kernprofil der 36 MkII. Zwei abgeschlossene Doppelkabinen geben vier Personen echte Privatsphäre, Salon und Cockpit bieten viel gemeinsamen Platz, und die Decksorganisation unterstützt kleine Crews. Ein stark genutztes Familien-Testboot mit drei Jugendlichen blieb laut Practical Sailor in gutem Zustand. Sechs Schlafplätze sind nominell plausibel, doch bei längeren Reisen begrenzen das einzige Bad, die Salonbelegung und die knappe Höhe in der Achterkoje den Komfort; vier bleiben die beste Besetzung.
Die Konstruktion ist solide und zweckmäßig: handlaminierter Voll-GFK-Rumpf, balsabelegtes Deck, überlappender verschraubter Rumpf-Deck-Verband, Bleikiel mit Edelstahlbolzen und ausreichend dimensionierte Beschläge. Mehr als 60 Eigner bezeichneten ihre 36er als strukturell solide; das intensiv genutzte Familien-Testboot wirkte weiterhin fit. Abzüge gelten für wiederkehrend undichte Kettenplatten, durchschnittliche Serien-Tischlerei, teils einfaches Sperrholz, rutschige Cockpitsitze und die notwendige Prüfung des Ruders nach Grundberührung bei frühen Flügelkielbooten.
Aufteilungen des Catalina 36 MkII
