Dodekanes Jachtcharter - Vathi: Fjordähnliche Bucht auf Kalymnos

2 Wochen Dodekanes: 12 Inseln, 12 verschiedene Welten

Griechenland steht wieder hoch im Kurs: Unzählige Inseln, selten mehr als 20 SM voneinander entfernt, Abwechslung zwischen touristischem Trubel und idyllischer Einsamkeit, dazu vergleichweise günstige Preise und viel Wind. Was will man mehr? Ein Törnvorschlag durch die Inseln des Dodekanes.

Dodekanes Jachtcharter - Vathi: Fjordähnliche Bucht auf Kalymnos

Dodekanes Charter: Vathi – Fjordähnliche Bucht auf Kalymnos

1. Tag: Rhodos – Symi 22 SM
Gleich zu Beginn des Törns ein Juwel: Symi ist eine Insel wie aus dem Bilderbuch. Der Hauptort liegt malerisch zwischen den Felsen, steile Treppen verbinden die typisch griechischen Häuser. Tagsüber überschwemmen Ausflugsboote voller Touristen das Eiland, doch die sind am späten Nachmittag wieder weg. Dann haben Segler und Einheimische dieses Idyll für sich alleine. Wer Glück hat, findet einen Liegeplatz am Kai, direkt vor den Tavernen. Sonst kann man auch am Nordufer hinter dem Fähranleger festmachen.
2. Tag: Symi – Nisyros 25 SM
Wer noch Lust auf einen Landausflug auf Nisyros hat, sollte früh starten. Denn in der Mitte der fast kreisrunden Insel gibt es einen sehenswerten Vulkankrater, in den man hinabsteigen kann. Am besten steuert man Paloi an, was nicht so überfüllt ist wie der Hafen in Mandraki. Dort leiht man sich einen Roller, den man günstig direkt am Hafen mieten kann. Für den Ausflug sollten rund 3 Stunden eingeplant werden.
3. Tag: Nisyros – Kos 25 SM
Nach zwei vergleichsweise beschaulichen Abenden gibt es auf Kos Gelegenheit zum Durchfeiern: Die Insel ist Touristenhochburg mit allem, was dazu gehört. Wer will, stürzt sich ins Nachtleben. Doch keine Angst vor (ungewollt) schlaflosen Nächten: die Marina liegt sehr ruhig etwa 20 Minuten Fußmarsch abseits.
4. Tag: Kos – Kalymnos 15 SM
Heute kann man getrost ausschlafen, denn die bevorstehende Etappe ist kurz. Kalymnos, schroff und überwiegend unfruchtbar, ist die Insel der Schwammtaucher und Schwertfischer. Die eindrucksvolle Hafenanlage, prächtige Herrenhäuser und prunkvolle Kirchen erinnern daran. Man hat die Wahl zwischen den Ankerbuchten von Palionisiou oder Vathi, einer fjordartigen Bucht mit winzigem Hafen und einer Handvoll Tavernen, oder der Marina in dem quirligen Hauptort Pothia.
5. Tag: Kalymnos – Leros 24 SM
Das nur durch eine Meerenge von Kalymnos getrennte Leros ist eine fruchtbare, grüne Insel mit einer zerklüftete Küste, vielen kleinen Buchten und Kiesstränden. Obwohl es eine Ferieninsel ist, konnte sie viel von ihrer ursprünglich Atmosphäre bewahren. Alte Volksbräuche haben sich unverfälscht erhalten. Auf Leros gibt es wieder mehrere Möglichkeiten zu übernachten: entweder im Süden in der Bucht Xerokampos oder in der (teueren) Marina im Hauptort Lakki, dessen tiefe, geschützte Bucht zu den größten Naturhäfen des Mittelmeeres zählt. Alternativ kann man auch noch ein Stückchen weitersegeln und im Norden die Ankerbucht von Partheni ansteuern oder eine Bucht auf der kleinen Nachbarinsel Arkhangelos.
6. Tag: Leros – Lipsi 6 SM
Wer schon im Norden von Leros ist, hat an diesem Tag nur ein ganz kurzes Stück Weg vor sich. Lipsi ist eine Insel zum Entspannen, fernab der Touristenströme. Genau genommen ist es eine Gruppe von Inseln, von denen aber nur die Hauptinsel bewohnt ist. Sie präsentiert sich als kahle, schroffe Stein- und Felsenwelt unterbrochen von Olivenhainen, Feigenbäumen und Weingärten. Der Hauptort ist ein verschlafenes Fischerdorf mit ortstypischen, weiß getünchten Häusern und ein paar urigen Tavernen. Man kann entweder dort über Nacht bleiben oder eine Ankerbucht im Süden ansteuern.
7. Tag: Lipsi – Patmos 12 SM
Patmos ist eine karge, fast unnahbar wirkende Insel, die nur aus Fels und tief ausgeschnittenen Buchten zu bestehen scheint. Im Gegensatz zu Lipsi ist auf Patmos wieder etwas mehr los: Die Altstadt, die hoch oben auf dem Berg thront, ist ebenso sehenswert wie das fast 900 Jahre alte Kloster. In dem Labyrinth der Gassen kann man sich wunderbar treiben lassen – leider selten alleine, denn die Insel ist eine Touristenattraktion. Der Aufstieg zur Stadt ist schweißtreibend, aber er lohnt sich, denn es gibt einen schönen Wanderweg. Wer es bequemer mag, leiht sich einen Roller.

Dodekanes Yachtcharter - Chalki: Kann in Sachen Schönheit durchaus mit Symi konkurrieren

Dodekanes Yachtcharter: Chalki – Kann in Sachen Schönheit durchaus mit Symi konkurrieren

8. Tag: Patmos – Arki 6 SM
Auf Arki findet man Abgeschiedenheit pur. Nicht einmal Linienfähren fahren die kleine Insel an – eine Seltenheit im Dodekanes. Polizei, Post oder Priester gibt es nicht, geschweige denn ein Lebensmittelgeschäft. Die etwa 50 Einwohner werden von Schiffen versorgt, die zweimal wöchentlich auf die Insel kommen und ihnen die wichtigsten Dinge bringen. Immerhin gibt es zwei, drei Tavernen. Segler machen im „Hauptort“ Porto Augusta am Hafenkai fest oder ankern vor der Insel. In beiden Fällen erleben sie völlige Ruhe und Ursprünglichkeit.
9. Tag: Arki – Agathonisi 12 SM
Agathonisi, die nördlichste der Dodekanes-Inseln, hat immerhin doppelt so viele Einwohner wie Arki, steht ihr aber an Einsamkeit in nichts nach. Landschaftlich ist sie wunderschön, mit kleinen Naturhäfen und weiten Buchten. Außer von ein bisschen Tourismus lebt die Insel vom Fischfang und der Viehzucht. Die etwa 3000 Ziegen – damit bevölkern Agathonisi etwa 30 mal mehr Ziegen als Menschen – leben frei in den Wäldern, dementsprechend gut ist die Qualität des Fleisches. Wenn man nicht in einer einsamen Bucht ankern will, kann man den winzigen Hafenort Agios Georgios ansteuern. Hier betreibt der Bäckermeister auch eine Taverne.
10. Tag: Agathonisi – Leros 20 SM
Es geht zurück nach Süden, diesmal an die Ostseite von Leros, wo man in Pandeli festmachen kann. Wenn der Hafen voll ist, lässt sich auch in der Bucht außerhalb der Hafenmauern ankern. Pandeli ist ein hübsches, kleines Fischerdorf, das überragt wird von der weiter oben am Berg liegenden Inselhauptstadt Platanos.
11. Tag: Leros – Kos 30 SM
Ein weiterer Besuch auf Kos, diesmal allerdings nicht am lebhaften Ostende, sondern ganz im Westen, an der Halbinsel Kefalos. Hier hält sich der Tourismus tatsächlich noch in Grenzen. Die Gegend bietet Sandstrände, schöne Buchten und verschlafene Ortschaften. Festmachen kann man im Hafen von Kamari, direkt unterhalb des malerischen Bergdörfchens Kefalos.
12.Tag: Kos – Tilos 33 SM
Mit dem Meltemi im Rücken geht es auf Raumschotkurs nach Tilos, einer kleinen, ruhigen Insel fernab des Massentourismus. In den drei noch bewohnten Orten – der Inselhauptstadt Megalo Chorio, Erostos an der Westküste und dem Hafenstädtchen Livadia – gibt es nur wenige Menschen. Nachdem der kleine Hafen von Tilos erreicht ist, bietet sich mal wieder ein Landausflug an. Über einen Wanderweg gelangt man nach Mikro Chorio, das als Geisterstadt lokale Berühmtheit erlangt hat. Aus Angst vor Piraten im Hinterland gebaut, ist das Dorf heute fast völlig verlassen. Einzig eine Musik-Kneipe lädt hier am Abend zu einem Besuch ein.
13. Tag: Tilos – Chalki 16 SM
Chalki ist eine kleine, nahezu rechteckige Fischerinsel. Nur wenige, überwiegend britische Touristen und einige Griechen finden den Weg nach Chalki. Was verwunderlich ist, denn Chalki kann in Sachen Schönheit durchaus mit Symi konkurrieren. Der Hauptort Chalki ist gleichzeitig der Hafen und liegt in einer breiten Bucht an der Südostküste. Die pastellfarbenen, typisch griechischen Häuser, dahinter die sanft ansteigenden Berge, bilden eine reizvolle Kulisse beim Einlaufen. An der Hafenpromenade und in den verwinkelten Gassen dahinter findet sich so manch urige Taverne. Einziges Problem: Weil der Hafen oft voll ist, müssen einige Yachten weiter südlich ankern.
14. Tag: Chalki – Rhodos 35 SM
Rhodos ist schon in Sicht, denn die Südostküste von Chalki ist gerade mal fünf Seemeilen vom Kap Monolithos auf Rhodos entfernt. Doch bis zum Zielhafen, ganz an der Ostspitze, ist es dann doch noch ein gutes Stück weiter. Genügend Strecke, um den letzten Tag noch einmal so richtig zu genießen. Wer allerdings nach dem Törn keine Zeit mehr für Rhodos eingeplant hat, sollte darüber nachdenken, schon am frühen Nachmittag wieder zurück zu sein. Denn die Festung ist absolut sehenswert.

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