Belize Charter: Überall im Land finden sich Überreste der Hochkultur der Mayas

Die Meisterleistungen der Maya

Die Besiedlung Mittelamerikas begann vor 50.000 Jahren mit Einwanderern aus Asien. Von diesen Menschen stammt die Urbevölkerung Belizes ab: Arawaks, Caribs und Mayas. Ab der Kolonialzeit kamen dann die Europäer hinzu, allen voran Engländer, Spanier, Holländer und Franzosen.

Belize Charter: Überall im Land finden sich Überreste der Hochkultur der Mayas

Belize Charter: Überall im Land finden sich Überreste der Hochkultur der Mayas

Vor etwa 50.000 Jahren kamen Asiaten über eine heute nicht mehr existente Landbrücke nach Mittelamerika und begannen, sie hier niederzulassen. Von diesen Menschen stammt die Urbevölkerung Belizes ab, die Arawaks und Caribs. Sie lebten als Jäger, Fischer und Bauern, die seit über 9000 Jahren Ackerbau betreiben. Angebaut wurde vor allem Mais, Cassava, Baumwolle und Tabak. Auch die Maya lebten hier und entwickelten über Jahrhunderte hinweg eine immer komplexer werdene Zivilisation in Zentral-Amerika und Mexiko – und zwar Tausende von Jahren bevor der weiße Mann seinen Fuß auf diesen Kontinent setzte.
Die Kultur der Maya entwickelte sich über mehrere Tausend Jahre, bevor sie zwischen 250 n.Chr. und 900 n.Chr. ihre Blütezeit erlebte. Sie lebten vorwiegend als Bauern und züchteten Bohnen, Mais, Kakao und Chili. Sie waren aber auch geschickte Töpfer und Weber. Das Steingut wurde im Feuer gehärtet und so entstanden wunderschöne, dauerhafte Kunstwerke. Ihre Kleidung stellen sie aus Baumwolle her, die sie anbauten, und dann färbten sie die Kleider grellbunt. Die Mayas haben auch Schmuck hergestellt, aus Jade, Gold, Silber, Kupfer und Bonze. Am bekanntesten ist wohl die architektonische Meisterleistung der Mayas. Überreste ihrer Paläste, prachtvoller Gebäude, Tempel und Skulpturen sind noch heute in vielen Teilen Belizes zu besichtigen.
Heute weiß man, dass die Maya weit entwickelte mathematische und astronomische Kenntnisse besaßen. Sie entwickelten auch eine Schrift. Die Maya schrieben, indem sie ihre Wörter und Symbole in große Steinblöcke ritzten – Überreste gibt es bis heute. Ab der Mitte des 10. Jahrhunderts ging es schnell bergab mit der Kultur der Mayas. Die Gründe mögen vielfältig sein: Klimaänderung, Rohstoff- und Handelsprobleme, die viele Maya zwangen auszuwandern. Viele Maya blieben aber auch in Belize, bis im 16. und 17. Jahrhundert die Europäer einfielen. Engländer, Spanier, Holländer und Franzosen stritten sich darum, wer die Ländereien in der Karibik für sich beanspruchen durfte.
Vor allem die Spanier fügten der Maya-Kultur großen Schaden zu, als sie Mittelamerika kolonialisierten. Sie zerstörten ihre Siedlungen und versuchten die Kontrolle in Chetumal zu übernehmen, die damalige Maya-Hauptstadt Belizes. Die Maya wehrten sich erfolgreich – wenn auch zu einem hohen Preis. Den Spaniern gelang es nie, Chetumal einzunehmen, wohin Mayas aus allen Landesteilen flohen. Während der Kolonialzeit dezimierten sie allerdings die Bevölkerung der Maya um 86 %, direkt oder indirekt durch eingeschleppte Krankheiten.

Belize Yachtcharter: Auch heute leben noch Mayas in abgeschiedenen Dörfern im Landesinnneren

Belize Yachtcharter: Auch heute noch leben Nachfahren der Maya in abgeschiedenen Dörfern im Landesinnneren

Als die Briten dann nach Belize kamen, gab es schon keine Maya mehr, die an der Küste lebten. Stattdessen kämpften die Briten – vorwiegend Piraten – gegen die Spanier. Schließlich vertrieben die Spanier die Briten im 18. Jahrhundert. Sie besiedelten jedoch noch das Land nachhaltig, so dass die Briten schließlich zurückkamen nach Belize und das Land besiedelten und mit Holzhandel begannen. Als die Briten dann tiefer ins Land vordrangen, kamen sie unweigerlich in Kontakt mit den Maya. Die Urbevölkerung wurde in die Wälder zurückgedrängt, gaben aber nicht kampflos auf. Mayas und Briten lieferten sich viele Jahrzehnte lang blutige Schlachten.
Als der Holzhandel zu florieren begann, waren billige Arbeitskräfte gefragt. Nach dem Vorbild der Zuckerrohr-Plantagen holten auch die Holzhändler Sklaven aus Afrika. Auf die einheimische Bevölkerung in Mittelamerika konnten sie nicht zurückgreifen, die war zu stark dezimiert. Als die Nachfrage nach Arbeitskräften noch stärker wurde, holte man weiße Gefangene aus Europa. Im Gegensatz zu den Zuckerrohrplantagen, wo die Sklaven-Familien wenigstens zusammen leben konnten, lebten die Holzfäller-Sklaven in Camps im Wald, weit ab von ihren Familien in Belize-City. Die Bedingungen waren brutalst, und es gab viele Sklaven-Revolten, bevor die Sklaverei schließlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschafft wurde.

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