Kuba Charter: Ein erhöhter Standpunkt und eine polarisierte Sonnenbrille helfen beim Erkennen von Riffen

Navigation, Klima und Reisezeit

Kuba ist definitiv kein Anfänger-Revier. Hat man den Heimathafen erstmal verlassen, ist man auf sich gestellt. Seglerische Infrastruktur gibt es kaum, touristische Infrastruktur gibt es auch nur wenig. Nachts wird zumeist geankert. Die Versorgungsmöglichkeiten in den Häfen sind höchst unterschiedlich, in den Marinas bekommt man zumeist wenigstens Strom, Wasser und Diesel. Die Navigation erfordert Konzentration, denn die Küstenformation ändert sich andauernd. Korallen und Mangroven wachsen, wo sie wollen, und keine Karte kann aktuell genug sein. Zudem beträgt die Wassertiefe oft auf Meilen hin nur wenige Meter.

Kuba Charter: Ein erhöhter Standpunkt und eine polarisierte Sonnenbrille helfen beim Erkennen von Riffen

Kuba Charter: Ein erhöhter Standpunkt und eine polarisierte Sonnenbrille helfen beim Erkennen von Riffen

Navigiert wird in erster Linie nach Sicht, und hier sind die besten Hilfsmittel ein erhöhter Standpunkt und eine polarisierte Sonnenbrille, die die Hindernisse im Wasser am besten sichtbar macht. Nachtfahrten innerhalb der Riffe sind untersagt – aus verständlichen Gründen. Das wäre viel zu gefährlich, denn natürlich hat man nachts keine Chance, ein Riff zuverlässig und rechtzeitig zu erkennen. Nachtsegeln ist aber nicht generell untersagt: wer nachts in ausreichend Abstand zu den Riffen Strecke machen möchte, kann das durchaus tun.
Kuba wurde in den 60er und 70er Jahren mit sowjetischer Hilfe komplett vermessen und karthografiert. Die entsprechenden Seekarten sind mit englischer Beschriftung und gut und besser als die ebenfalls erhältlichen amerikanischen und britischen Karten. An nautischen Reiseführern sind vor allem zwei zu empfehlen: The Cruising Guide to Cuba” von Simon Charles sowie “Cuba – A Cruising Guide” von Nigel Calder.

Kuba Charter: Mangrovenwälder halten sich an keine Seekarte

Kuba Charter: Mangrovenwälder halten sich an keine Seekarte

Kuba liegt am nördlichen Rand der Tropen. Beste Reisezeit ist im kubanischen “Winter” zwischen November und April. Das nämlich ist die Hurrikan-freie Zeit. Die Hurrikans können nur bei Wassertemperaturen über 27 Grad entstehen und treten daher nur im Spätsommer auf, vor allem im September und Oktober. Doch “Winter” ist relativ: für mitteleuropäische Begriffe ist es das ganze Jahr über warm. Nachts fällt das Thermometer eigentlich nie unter 20 Grad, und das Meer wird nie kälter als 24 Grad. Der Passatwind weht beständig und sehr zuverlässig aus Nordost mit 10-15 Knoten.
Dort, wo die Berge nah am Wasser sind, kommen thermische Winde hinzu: Tagsüber weht der Wind vom Meer geradewegs aufs Land, nachts umgekehrt. Dieses Windsystem beeinflusst natürlich den ansonsten vorherrschenden Passatwind in Stärke und Richtung. Im Winter tritt manchmal der sogenannte “Nortes” auf, ein heftiger Kaltlufteinbruch, der vor allem die Nordküste trifft. Die Temperaturen stürzen in den Keller, und wegen der stürmischen See ist es sehr ratsam, rechtzeitig einen Schutzhafen aufzusuchen. Doch nach kurzer Zeit ist der Spuk vorbei und es herrscht wieder schönstes Sommerwetter.
Die Gezeiten und Strömungen sind moderat, der Tidenhub beträgt maximal einen halben Meter, und das auch nur an einigen Stellen. Dennoch sollte man das nicht ganz außer Acht lassen, denn Kuba hat ausgedehnte Zonen, in denen es sehr flach ist und da kann es schon auf 30 Zentimeter ankommen…

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